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Warum Datenschutz jetzt entscheidend ist

Seit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 ist klar: Datenschutz ist nicht optional. Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, müssen strenge Regeln befolgen. Das klingt überwältigend, aber es gibt praktische Wege, um konform zu bleiben.

Jedes Unternehmen — egal ob Einzelunternehmen oder Konzern — muss verstehen, welche Daten es sammelt, wie es sie nutzt und wer darauf Zugriff hat. Firmen, die diese Anforderungen ignorieren, riskieren Geldstrafen bis zu 20 Millionen Euro oder 4% ihres globalen Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

20M

Maximale Geldstrafe bei Verstößen

4%

Oder Prozentsatz des Jahresumsatzes

2018

Einführung der DSGVO

Datenschutz-Manager überprüft Compliance-Richtlinien und Datenschutzdokumentationen auf digitalem Dashboard

Die fünf Kernprinzipien der DSGVO

Die DSGVO basiert auf fünf Hauptprinzipien, die jedes Unternehmen verstehen sollte. Diese Grundlagen helfen dir, eine starke Datenschutzkultur aufzubauen und Vertrauen mit deinen Kunden zu schaffen.

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Team bespricht Datenschutz-Strategien und Compliance-Anforderungen in Konferenzraum mit Whiteboard
Checkliste für Datenschutz-Compliance mit abgehakten Kästchen und Richtlinien-Dokumenten

Praktische Umsetzung: Schritt für Schritt

Compliance wird erreicht durch systematische Arbeit. Hier sind die wichtigsten Schritte, um dein Unternehmen DSGVO-konform zu machen.

Schritt 1

Datenverarbeitung dokumentieren

Schreibe auf, welche personenbezogenen Daten dein Unternehmen sammelt. Kundennamen, E-Mail-Adressen, Zahlungsinformationen, Browserdaten — alles zählt. Diese Liste ist deine Grundlage für alles andere.

Schritt 2

Rechtliche Grundlagen überprüfen

Für jede Datenverarbeitung brauchst du eine rechtliche Grundlage. Das ist normalerweise Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Verpflichtung oder berechtigtes Interesse. Ohne Grundlage ist die Verarbeitung nicht erlaubt.

Schritt 3

Datenschutzerklärung aktualisieren

Deine Website braucht eine klare, verständliche Datenschutzerklärung. Erkläre in einfacher Sprache, welche Daten du sammelst, warum und wie lange du sie speicherst. Verstecke das nicht in der Fußzeile.

Schritt 4

Sicherheitsmaßnahmen implementieren

Installiere Sicherheitssoftware, nutze Verschlüsselung und setze starke Passwörter ein. Schule dein Team zu Phishing und Datensicherheit. Eine gute Sicherheitskultur ist dein wichtigster Schutz.

Schritt 5

Betroffenenrechte aktivieren

Nutzer haben das Recht, ihre Daten einzusehen, zu ändern oder löschen zu lassen. Richte Prozesse ein, um diese Anfragen innerhalb von 30 Tagen zu beantworten. Das ist nicht optional.

Tools und Ressourcen für die Umsetzung

Du brauchst nicht alles selbst zu machen. Es gibt etablierte Tools und Dienstleistungen, die Compliance vereinfachen.

Datenschutzmanagementsysteme

Spezialisierte Software, die deine Datenprozesse dokumentiert und Compliance überwacht. Viele Systeme bieten Audit-Trails und automatische Benachrichtigungen.

Datenschutzerklärung-Generatoren

Online-Tools, die maßgeschneiderte Datenschutzerklärungen erstellen. Sie sind nicht perfekt, aber ein guter Startpunkt für kleinere Unternehmen.

Datenschutzbeauftragte (DPO)

Externe oder interne Experten, die deine Compliance überwachen. Für viele Branchen ist ein DPO gesetzlich erforderlich.

Verschlüsselungslösungen

Verschlüsselungssoftware schützt Daten, sowohl in Ruhe als auch in Transit. Viele Cloud-Anbieter bieten Verschlüsselung automatisch an.

Schulungsprogramme

Online-Kurse und Trainings für dein Team. Mitarbeiter sind oft die größte Sicherheitslücke — regelmäßige Schulungen sind essentiell.

Compliance-Audits

Externe Audits überprüfen deine Systeme und Prozesse. Sie finden Schwachstellen, bevor Behörden es tun.

Datenverarbeitungsverträge (DPA)

Verträge mit Diensteanbietern, die garantieren, dass diese deine Datenschutzanforderungen erfüllen. Diese sind nicht verhandelbar.

Häufige Compliance-Fehler, die du vermeiden solltest

Viele Unternehmen machen die gleichen Fehler. Hier sind die häufigsten Probleme, die zu Bußgeldern führen.

Daten ohne Einwilligung sammeln

Das ist vielleicht der größte Fehler. Tracking-Cookies, Newsletter-Listen, Kundenprofile — alle brauchen explizite Einwilligung. “Opt-out” ist nicht ausreichend; es muss “Opt-in” sein.

Datenschutzerklärung vergessen oder veraltet

Wenn deine Datenschutzerklärung älter als 2 Jahre ist, brauchst du ein Update. Neue Tools, neue Dienste, neue Prozesse — alles muss dokumentiert sein.

Keine Kontrollen über Subunternehmer

Wenn ein Cloud-Anbieter oder ein Zulieferer deine Kundendaten verarbeitet, brauchst du einen Datenverarbeitungsvertrag. Du kannst nicht einfach Vertrauen haben.

Schwache Sicherheitsmaßnahmen

Einfache Passwörter, keine Verschlüsselung, veraltete Software — das ist fahrlässig. Sicherheit ist kein optionales Extra; es ist ein Grundrecht deiner Kunden.

Betroffenenrechte ignorieren

Wenn ein Kunde seine Daten sehen, ändern oder löschen will, muss er das tun können. Ignorieren dieser Anfragen führt zu Bußgeldern und Vertrauensverlust.

Datenschutzverletzungen nicht melden

Wenn Daten gestohlen oder gehackt werden, musst du das den Behörden innerhalb von 72 Stunden melden. Vertuschung ist kein Strategie.

Warnsymbol und Compliance-Fehler auf digitalem Monitor mit Sicherheitsmitteilung